Two bottlenose dolphins enjoying a swim in clear blue waters.

Die Suchbegriffe sind nach Anfangsbuchstaben sortiert. Es werden dazu mehr oder weniger kurze Informationen zu wichtigen Begriffen aus der Klimabildung bereitgestellt. Das Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitergehende Informationen bzw. in die Tiefe gehenden Wissen, nutze die bekannten, seriösen Suchmaschinen!

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Permafrost
Dauerhaft gefrorene Böden, die bei Erwärmung Methan und CO₂ freisetzen können. Permafrostböden könnten indirekt und mittelf-bis langfristig den Salzgehalt der Ozeane beeinflussen, insbesondere durch den Klimawandel und das Auftauen dieser Böden. Hier sind die Hauptmechanismen: 1. Freisetzung von Süßwasser: o Permafrostböden speichern große Mengen gefrorenen Wassers. o Beim Auftauen gelangt dieses Süßwasser in Flüsse und schließlich in die Ozeane. o Dies kann den Salzgehalt regional senken, insbesondere in arktischen Meeren wie dem Nordpolarmeer. 2. Veränderung der Meeresströmungen: o Das zusätzliche Süßwasser kann die Dichte des Meerwassers verringern und die Tiefenwasserbildung im Nordatlantik beeinflussen. o Dies könnte langfristig ozeanische Strömungen wie die Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) stören. 3. Erhöhte Nährstoff- und Kohlenstoffeinträge: o Durch das Auftauen von Permafrostböden gelangen gelöste organische Stoffe und Nährstoffe (wie Stickstoff und Phosphor) in die Ozeane. o Mikroorganismen zersetzen diese Stoffe, was biologische Prozesse im Meer verändert und potenziell auch die Salzkonzentration lokal beeinflusst. 4. Freisetzung von Methanhydraten: o In Permafrostböden gebundenes Methan kann freigesetzt werden und den globalen Klimawandel verstärken. o Dies kann wiederum die Temperatur und Verdunstung beeinflussen, was mittelbar auch den Salzgehalt der Ozeane beeinflussen kann. Zusammenfassend: Permafrostböden beeinflussen nicht direkt den Salzgehalt der Ozeane, aber das Schmelzen von Permafrost kann über veränderte Süßwassereinträge, Meeresströmungen und chemische Prozesse den Salzgehalt lokal und global beeinflussen.

Photovoltaik
Technologie zur Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie.

Planetarer Belastungsrahmen (planetary boundaries)
Der planetare Belastungsrahmen (Planetary Boundaries) definiert neun ökologische Grenzen, innerhalb derer sich die Menschheit sicher bewegen kann, ohne die Stabilität des Erdsystems gefährden. Wissenschaftler identifizierten Bereiche wie Klimawandel, Biodiversität, Frischwasser und Schadstoffe . Derzeit sind sieben von neun dieser Grenzen durch menschliche Aktivitäten überschritten, was das Risiko unumkehrbarer Umweltveränderungen erhöht. Die neun planetaren Belastungsgrenzen: Klimawandel: Überschritten. Integrität der Biosphäre (Biodiversität): Überschritten. Störung der Stoffkreisläufe (Stickstoff/Phosphor): Überschritten. Landnutzungswandel: Überschritten. Süßwasserverbrauch: Überschritten (grünes und blaues Wasser). Freisetzung neuartiger Substanzen (z.B. Plastik, Chemikalien): Überschritten. Ozeanversauerung: Kritisch. Atmosphärische Aerosolbelastung: Noch nicht global überschritten. Abbau der Ozonschicht: Derzeit innerhalb der Grenzen. Kernpunkte: Sicherer Handlungsraum: Ziel ist es, die Stabilität des Holozäns zu erhalten. Kipppunkte: Werden Grenzen überschritten, drohen unumkehrbare Prozesse. Aktuelle Lage: 2023/2024 wurde berichtet, dass sieben von neun Grenzen überschritten sind.

Postwachstumsökonomie
Die Postwachstumsökonomie ist ein Konzept der Nachhaltigkeit, das eine Wirtschaftsweise ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (\(BIP\)) anstrebt. Sie zielt darauf ab, industrielle Wertschöpfung zu reduzieren, lokale/regionale Versorgungsstrukturen zu stärken (Subsistenz) und den Konsum zu begrenzen, um ökologische Grenzen einzuhalten und Lebensstile zu de-globalisieren. Kernmerkmale und Säulen: Suffizienz & Entkopplung: Statt auf technisches "grünes Wachstum" zu setzen, wird der Konsum durch Suffizienz (genug haben) aktiv minimiert.Stabile Versorgung: Das Ziel ist eine Stagnation oder ein "Gesundschrumpfen" (Degrowth) auf hohem, aber reduziertem Niveau.Regionalisierung: Verkürzte Wertschöpfungsketten, Eigenarbeit (Reparieren, Do-it-yourself) und Gemeinschaftsnutzung (Sharing).Strukturwandel: Reduktion industrieller Produktion bei gleichzeitiger Umverteilung von Erwerbsarbeit (z.B. 20-Stunden-Woche). Entstehung und Ziele:

Pyrolyse
Die Pyrolyse ist ein thermochemisches Verfahren, bei dem organische Materialien wie Kunststoffe oder Biomasse unter Ausschluss von Sauerstoff und bei hohen Temperaturen (meist > 300-500 °C) in kleinere Moleküle zersetzt werden. Es entstehen nutzbare Pyrolyseöle, Gase und Feststoffe, was das Verfahren zur Rohstoffwiedergewinnung und Selbstreinigung von Backöfen (Verbrennung von Fettrückständen zu Asche) nutzbar macht. Wichtige Aspekte der Pyrolyse: Funktionsweise: Durch Hitzeeinwirkung (thermische Zersetzung) ohne Sauerstoff (keine Verbrennung/Oxidation) werden chemische Bindungen aufgespalten. Anwendungsgebiete: Backöfen: Selbstreinigung bei ca. 500 °C. Industrie/Recycling: Umwandlung von Kunststoffabfällen in Rohstoffe (Chemisches Recycling). Energie: Herstellung von Pyrolyseöl oder -gas aus Biomasse. Prozessstufen: Langsam ( 600 °C). Vorteile: Hohe Materialeinsparung, gründliche Reinigung ohne chemische Mittel. Nachteile: Sehr hoher Energiebedarf, hohe Investitionskosten.

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