Die Suchbegriffe sind nach Anfangsbuchstaben sortiert. Es werden dazu mehr oder weniger kurze Informationen zu wichtigen Begriffen aus der Klimabildung bereitgestellt. Das Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitergehende Informationen bzw. in die Tiefe gehenden Wissen, nutze die bekannten, seriösen Suchmaschinen!
N
NAC
Der Nordatlantikstrom (englisch: North Atlantic Current, NAC bzw. North Atlantic Gyre) ist eine warme Meeresströmung, die den Golfstrom nordöstlich bis nach Europa verlängert. Er wird durch die thermohaline Zirkulation angetrieben, die hier Atlantische Umwälzzirkulation (englisch: Atlantic Meridional Overturning Circulation, AMOC) genannt wird.
Durch seinen Wärmetransport wirkt der Nordatlantikstrom wie eine große Heizung, dank derer große Teile West- und Nordeuropas, wie Irland, Großbritannien und Skandinavien, ein wärmeres Klima aufweisen, als aufgrund ihrer hohen geographischen Breite zu erwarten wäre.
Die AMOC war während der vergangenen 8000 Jahre relativ stabil. Verlässliche Aussagen über Veränderungen im 20. Jahrhundert sind bislang nicht möglich, Trends aus Rekonstruktionen und Simulationen der Zirkulation stimmen kaum überein, eine Abschwächung der AMOC im Verlauf des 21. Jahrhunderts gilt allerdings als sehr wahrscheinlich
Nationalpark
Ein Nationalpark ist ein
großflächiges, meist staatlich geschütztes Naturgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung. Nach dem Prinzip „Natur Natur sein lassen“ wird die Landschaft weitgehend von menschlichen Eingriffen freigehalten, um natürliche Prozesse, Biodiversität und seltene Ökosysteme langfristig zu sichern. Sie dienen dem Prozessschutz, der Forschung und sanftem Tourismus.
Kernaspekte und Definitionen:
Schutzstatus: Nationalparks sind die am strengsten geschützten Naturschutzgebiete, häufig Kategorie II der IUCN (International Union for Conservation of Nature).
"Natur Natur sein lassen": Das Hauptziel ist, die Natur sich selbst zu überlassen, damit sie sich zur Wildnis entwickeln kann.
Flächenanspruch: Sie sind großflächig, oft mit einer Kernzone, in der auf mindestens 75 % der Fläche keine menschliche Nutzung mehr stattfindet.
Ziele:
Schutz der biologischen Vielfalt und natürlicher Abläufe (Prozessschutz).
Wissenschaftliche Umweltbeobachtung und Forschung.
Umweltbildung und Erholung für Besucher (sanfter Tourismus).
Rechtliche Grundlage: In Deutschland sind sie durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, §§ 23-27) definiert.
Unterschied zum Naturpark: Während in Nationalparks der strenge Schutz der Natur Vorrang hat, erlaubt ein Naturpark "Schutz durch Nutzung".
In Deutschland gibt es derzeit 16 Nationalparks. Der erste weltweit war 1872 der Yellowstone-Nationalpark.
Naturschutzgebiete
Naturschutzgebiete sind nach § 23 BNatSchG rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist. Sie gehören – neben Nationalparken – zu den sehr streng geschützten Flächen in Deutschland.
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