Two bottlenose dolphins enjoying a swim in clear blue waters.

Die Suchbegriffe sind nach Anfangsbuchstaben sortiert. Es werden dazu mehr oder weniger kurze Informationen zu wichtigen Begriffen aus der Klimabildung bereitgestellt. Das Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitergehende Informationen bzw. in die Tiefe gehenden Wissen, nutze die bekannten, seriösen Suchmaschinen!

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Elektromobilität
Elektromobilität beschreibt die Beförderung von Personen und Gütern mithilfe elektrischer Antriebe. Die zum Antrieb benötigte elektrischer Energie wird von außen zugeführt (z. B. per Stromschiene) oder in einer Antriebsbatterie im Fahrzeug mitgeführt. Die Stromversorgung über Kabel, insbesondere über Oberleitungen bei Zügen, ist seit ca. 100 Jahren etabliert. Fahrzeuge, die das „Kraftwerk“ an Bord haben, wie dieselelektrische Lokomotiven oder Hybridelektrokraftfahrzeuge, werden aufgrund der lokalen Emissionen nicht als vollwertig elektromobil betrachtet. Als möglichst lautlose und abgasfreie Energiespeicher wurden Bleibatterien auf Bleibasis, Druckluftspeicher, Schwungradspeicher u. ä. ausprobiert, aber erst der Lithium-Ionen-Akkumulator konnte zunächst Unterhaltungselektronik (1990er Jahre) und dann auch PKW kommerziell erfolgreich rein elektrisch antreiben. Die Elektromobilität gilt als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis erneuerbarer Energien,[1] wie es mit der Verkehrswende angestrebt wird. Gemäß Weltklimarat IPCC besitzen Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, die mit Strom aus emissionsarmen Quellen angetrieben werden, über ihren gesamten Lebenszyklus das größte Klimaschutzpotential aller landgebundenen Transporttechnologien.

Emissionen
Freisetzung von Treibhausgasen in die Atmosphäre.Emissionen sind die Aussendung von Stoffen (wie CO₂, Methan), Energie (Wärme, Lärm, Strahlung) oder Teilchen in die Umwelt durch natürliche Prozesse oder menschliche Aktivitäten, wobei anthropogene (menschengemachte) Emissionen, insbesondere Treibhausgase aus Verkehr, Industrie und Energieerzeugung, den Klimawandel verursachen und durch Gesetzgebung wie das Bundes-Immissionsschutzgesetz reguliert werden, um Umweltschäden zu verhindern. Arten von Emissionen Treibhausgase: CO₂, Methan (CH₄), Lachgas (N₂O), die zur globalen Erwärmung beitragen. Schadstoffe: Schwefeldioxid (SO₂), Stickoxide (NOx), Feinstaub, die Luftqualität beeinträchtigen und sauren Regen verursachen können. Andere: Lärm (vom Verkehr), Wärme (aus Kraftwerken). Quellen von Emissionen Menschliche Aktivitäten (anthropogen): Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas), Verkehr, Industrie, Landwirtschaft. Natürliche Prozesse: Vulkanausbrüche, Waldbrände, Pflanzen (Sauerstoff). Folgen und Regulierung Klimawandel: Verstärkung des Treibhauseffekts durch Treibhausgase. Luftverschmutzung: Schädigung der Gesundheit und Ökosysteme durch Schadstoffe. Regulierung: Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und EU-Vorgaben zielen darauf ab, Emissionen zu begrenzen.

Energieeffizienz
Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis von erzielt Nutzen (z. B. Wärme, Licht, Leistung) zum hierfür notwendigen Energieeinsatz. Ein hoher Wirkungsgrad minimiert Verluste, reduziert CO2-Emissionen und senkt Betriebskosten. Sie ist entscheidend für den Klimaschutz und die Energiewende, etwa durch Passivhäuser, LED-Technik oder hocheffiziente Geräte.

Energiewende
Der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien.

Entwaldung
Entwaldung Die Abholzung der weltweiten Wälder wird hauptsächlich von bestimmten Industrien vorangetrieben, die entweder direkt Bäume fällen oder große Flächen für andere wirtschaftliche Zwecke roden. Hier sind die Hauptverursacher: 1. Landwirtschaftliche Industrie (ca. 80 % der weltweiten Entwaldung) • Viehzucht & Rinderhaltung o Besonders in Südamerika (Amazonas) werden riesige Flächen Regenwald für Weideflächen abgeholzt. o Hauptsächlich zur Produktion von Rindfleisch und Milchprodukten. • Sojaanbau o Vor allem für Tierfutter (für Rinder, Schweine, Hühner in Europa, China und den USA). o Nicht primär für menschlichen Verzehr, sondern als Futtermittel. • Palmöl-Produktion o Anbau von Ölpalmen in tropischen Regionen (Indonesien, Malaysia, Brasilien). o Palmöl steckt in Lebensmitteln, Kosmetik, Reinigungsmitteln und sogar Biokraftstoffen. • Industrieller Anbau von Kautschuk, Kaffee, Kakao & Tee o Besonders in Afrika, Asien und Lateinamerika. 2. Holz- & Papierindustrie • Tropenholz (z. B. Teak, Mahagoni, Eukalyptus, Akazie) o Nutzung für Möbel, Böden, Bauholz, Boote etc. • Papier & Zellstoffindustrie o Herstellung von Papier, Pappverpackungen und Hygienepapieren. • Illegaler Holzeinschlag o Vor allem in Regenwäldern (Amazonas, Kongo, Südostasien). 3. Bergbau- & Rohstoffindustrie • Gold-, Diamanten- und Bauxitabbau (Aluminiumproduktion) o Besonders in tropischen Regenwäldern (Amazonas, Afrika, Südostasien). • Lithium-, Kobalt- & Nickelabbau o Wichtige Rohstoffe für Batterien (Elektroautos, Smartphones). • Erdöl- und Erdgasförderung o Bau von Pipelines und Bohrinseln führt zur Rodung großer Waldflächen. 4. Infrastruktur- & Urbanisierungsprojekte • Straßenbau, Staudämme, Städtewachstum o Besonders in Entwicklungsländern: Wälder werden für neue Städte, Straßen und Energieprojekte gerodet. • Bau von Häfen und Industriegebieten o Besonders in Küsten- und Regenwaldregionen. 5. Energieproduktion • Holzkohle & Biomasse als Brennstoff o In Afrika und Asien werden große Mengen Holz für Energiezwecke verbrannt. • Staudammprojekte für Wasserkraft o Fluten große Waldflächen, z. B. in Brasilien (Belo-Monte-Staudamm). Die Haupttreiber der Entwaldung sind die landwirtschaftliche Industrie (vor allem Fleisch- & Futtermittelproduktion), Holz- & Papierindustrie, Bergbau, Infrastrukturprojekte und Energiegewinnung. Besonders der Konsum in reichen Ländern (Europa, USA, China) trägt stark zur Entwaldung in den Tropen bei.

Erneuerbare Energien
Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse, die sich natürlich erneuern.

Eutrophierung
Eutrophierung bezeichnet die durch Nährstoffüberschuss (hauptsächlich Stickstoff und Phosphor) verursachte Überdüngung von Gewässern und Böden. Sie führt zu explosivem Algenwachstum, Sauerstoffmangel und dem „Umkippen“ von Ökosystemen. Hauptursachen sind menschliche Aktivitäten, insbesondere Einträge aus der Landwirtschaft (Gülle) und Abwässern, was in der Folge die Artenvielfalt drastisch reduziert. Hier sind die wichtigsten Aspekte der Eutrophierung im Detail: Definition & Ursprung: Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet „gut ernährt“. Eutrophierung ist der Prozess der Nährstoffanreicherung, der im Wesentlichen durch menschliche Aktivitäten (anthropogen) beschleunigt wird, seltener durch natürliche Prozesse. Ursachen: Landwirtschaft: Eintrag von Stickstoff- und Phosphorverbindungen durch Düngemittel und Gülle. Abwässer: Unzureichend geklärte Abwässer oder Waschmittel. Luftdeposition: Nährstoffeintrag über die Luft. Vorgang im Gewässer: Erhöhtes Nährstoffangebot führt zu übermäßigem Wachstum von Wasserpflanzen und Algen (Algenblüte). Abgestorbene Biomasse sinkt auf den Gewässergrund. Bakterien zersetzen die Biomasse und verbrauchen dabei große Mengen Sauerstoff. Es entsteht Sauerstoffmangel (Hypoxie/Anoxie). Fische und andere Organismen sterben, es bilden sich Faulschlamm und giftige Gase (Schwefelwasserstoff), das Gewässer „kippt“ um. Folgen: Rückgang der Artenvielfalt, Versauerung von Böden, Verlandung von Gewässern. Gegenmaßnahmen: Effizientere Kläranlagen (dritte Reinigungsstufe). Reduzierung des Düngereinsatzes in der Landwirtschaft. Entfernung von Schlamm und Algenbiomasse. Eutrophierung ist ein ernstes Umweltproblem, das Ökosysteme wie Seen, Flüsse und Meere (z. B. Nord- und Ostsee) langfristig schädigt.

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